Internationally inspired ideas on Economic Policy
International inspirierte Ideen zu Wirtschaft und Politik
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Demokratiegrad und Wirtschaftskraft

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Wirtschaftskraft und dem Grad praktizierter Demokratie?

Leider gibt es da so undemokratische Zeitgenossen, wie den altadeligen Bürgermeister von Beust in Hamburg.

Statt einfach gleich vor der Presse über den von über 20% Hamburgern gewählten Schill zu heulen: "Mama, mein Partner will allen erzählen, dass ich bin schwul bin." und dann ggf. den Wählern das Urteil zu überlassen, entliess er den Gewählten auf Grund eines persönlichen, privaten Zerwürfnisses und sägte ihn nach allen Regeln der Intrigenkunst eines Berufspolitikers ab, bevor er wählen liess.

Nun lässt er ein per Volksentscheid durchgesetzes demokratischeres Wahlgesetz in Hamburg mit der absoluten Mehrheit seiner Partei wieder rückgängig machen. Das Wahlgesetz sollte genau das tun, was überall getan werden sollte: Es wählt bestimmte Personen direkt und schwächt damit die Macht der Parteifunktionäre.

Welche Länder wählen schon seit über 10 Jahren so? Die wirtschaftlichen stärksten der Nation, Bayern und Baden Württemberg. Das muss uns nun nicht wirklich wundern, oder? Wirtschaftskraft kommt mit Demokratie und einer relativ unregulierten Presse. Der Zusammenhang ist auch international deutlich.

Die Privilegien der Parteien schränken heute den Wettbewerb unter Politikern genauso ein, wie das mittelalterliche Zünftewesen. Die Probleme der Weimarer Republik haben wir nicht mehr, weil wir politische gebildete Wählerschaft haben. Wir könnten deshalb einen viel höheren Demokratiegrad gut vertragen.

Vielen Dank für Ihr Interesse.
23.12.06 20:12


Verwaltung der Ostabwanderung

Das unternehmerfeindliche Umfeld und damit der Mangel an Arbeit treibt Leistungsträger aus den Ostländern nach Westen.

Mecklenburg ist mit von der schlimmsten Bürokratie geplagt und hat deshalb 200000 Leute seit der Wende verloren, also etwa 12500 jedes Jahr, über 1000 jeden Monat.

Die Bürokraten dort haben ein Büro gegründet, das Leute zurückholen soll. Es wurde neulich vom Lokalblatt Ostsee-Zeitung gelobt.

Wieviele Leute haben sie zurück geholt von den 200000? 350. - Ja, 350. Keine Null vergessen. 1.75 Promille.

In welcher Zeit? In 5 Jahren. Also 70 im Jahr, weniger als 6 im Monat. Wieviele Leute haben sie in dem Büro gebraucht? Sechs Bürokraten. Also jeder Bürokrat holt jeden Monat einen Menschen nach Mecklenburg zurück, der produktiv arbeitet. Oder vielleicht nicht mal das.

Na super, was kosten die Bürokraten denn? Knapp 300000 Euro - pro Jahr versteht sich, also 50000 Euro für jeden Bürokraten im Jahr einschliesslich Arbeitsplatz. Bürokraten haben noch nie schlecht gelebt.

Die haben also in 5 Jahren 1.5 Millionen Euro verheizt, um 350 Leute zurückzuholen. Das macht knapp 4300 Euro pro Nase.

Würden sich vielleicht mehr Rückkehrer finden, wenn ich denen 4300 Euro steuerfrei und bar auf die Kralle biete, wenn sie es vom Rückreisetag + X Jahre in Mecklenburg aushalten?

Die Oberbürokratin dieser Truppe klagt: "Wir hören immer wieder, besonders aus den Reihen der CDU, wir würden das Land nur Geld kosten und nichts bewegen." Mir kommen die Tränen. Wie können die nur auf so eine Idee kommen?

Vielleicht sollten Madame mal einen Taschenrechner zur Hand nehmen. Als nächstes tut sie nämlich kund: "Wir beginnen uns zu rechnen. Jeder Rückkehrer spült dem Land durch den Länderfinanzausgleich mindestens 2300 Euro in die Kasse." Tja, da rechne ich im Kopf, ganz ohne an dem Betrag zu zweifeln, ein 2000 Euro Verlustgeschäft pro Nase heraus.

Übrigens, ich kenne auch ein paar Rückkehrer. Die sind sämtlich im Westen arbeitslos geworden und kommen ohne einen Job zurück. Wieviele von den 350 Leuten sind wohl zurück gekommen, weil sie im Westen arbeitslos wurden?

Und wieviel mehr werden die noch an Stütze kosten, über die 4300 Euro hinaus, die die Rückholbürokraten verbraten haben?



Ich glaube, wenn man stattdessen lieber ein Drittel aller Bürokraten loswerden könnte, und darüber hinaus alle leitenden Bürokraten, die bereits im Kommunismus Leitungsaufgaben innehatten, dann würden die produktiven Leute von ganz allein und kostenlos zurückkehren, weil sich die Chancen in dem Bundesland so sehr bessern.

Immerhin gibt's dort soviel mehr aufzubauen als im Westen. Und immerhin können meine benachbarten NRW, SH und HH Kreise knapp dreimal soviel produktive Einwohner verwalten, wie mein Ostkreis Doberan. Ohne dass ich von denen mehr als einmal im Jahr etwas höre. Für die Ämter gilt gleiches.

Arbeitslose Bürokraten kosten zudem keine 50000 Euro. Lieber arbeitslose Bürokraten füttern, als produktive Leistungsträger abwandern lassen.



Eine Seite weiter in der gleichen OZ, die über die Behörde berichtet, sagt ein junger Selbständiger: "Ich habe den ganzen Tag mit Dingen zu tun, die mir Spass machen." Der ist noch nicht lange dabei. Ich habe, was mein Mecklenburger Projekt betrifft, den ganzen Tag mit Behörden und, wegen der Behörden, mit Rechtsanwälten zu tun und das macht absolut keinen Spass. Es motiviert auch nicht zu weiteren Investitionen oder Wachstum.

Da sollten die lieber mal sechs seltene Bürokraten finden, die schon mal produktiv draussen gearbeitet haben, und geprügelten Unternehmern helfen können, mit den Ostbürokraten zurecht zu kommen. Ich bezahle jemanden dafür und die Dame wird auch von denen ignoriert.

Jobs gibt es erst mit wachsenden Firmen, also mit Investitionen und Unternehmern. Und die gibt es nur bei einem unternehmerfreundlichen Umfeld und wenig regulierten Geschäftsgelegenheiten, d.h. erst wenn es gelingt, die Bürokraten endlich unter Kontrolle zu bringen.

Ich kenne eine ganze Reihe Investoren, die über die gleiche Art Probleme dort schimpfen und deshalb sehr zurückhaltend agieren.

Vielen Dank für Ihr Interesse.
24.9.06 15:50


Die Bierdeckel-Steuererklärung

Das derzeitige Steuersystem mit hohen Steuerraten und vielen künstlichen Abzügen begünstigt Reiche und bestraft die, die erst reich werden (wollen) und dabei Arbeitsplätze schaffen.

In weniger kapitalistischen Ländern, wie Deutschland, bleibt tendenziell eher reich, wer einmal, etwa aus feudalistischen oder weniger regulierten Zeiten reich ist, und bleibt tendenziell arm, wer arm geboren ist. In eher kapitalistischen Ländern hat jeder eher die Möglichkeit, gemäss seiner Leistung aufzusteigen.

Dies wird oft noch begünstigt durch ein Steuersystem, dass nicht gleichermassen alle Einkommensquellen besteuert, sondern die Halter von altem Vermögen begünstigt und die Leistungsträger mit hohem Einkommen, also diejenigen die erst reich werden, bestraft. Das führt dazu, dass Vermögen risikolos angelegt wird, wo es keine Arbeitsplätze schafft.

Man ist für neue Jobs auf diejenigen angewiesen, die ein hohes Einkommen verwenden, um es risikoreich zu investieren und bei Erfolg weiteres hohes Einkommen daraus zu generieren.

Das Steuersystem vermeidet zugleich Konkurrenz für die, die bereits reich sind und verhindert Produktinnovationen zur Verbesserung der Lebensqualität aller. Wieviel neue Technologie kommt denn noch aus Deutschland, wieviele Nobelpreise gehen dahin?



Sicherlich würde zudem ein Steuersystem mit geringeren Steuersätzen und sehr wenigen Abzügen von Kosten, die zur Einkommensgewinnung notwendig sind, zu höheren Steuereinnahmen führen.

Man nehme mal alle Einkommenssteuereinnahmen und teile die durch die gesamten Einkommen aller eingereichten persönlichen Steuererklärungen. Dann erhält man einen Satz von vielleicht 25% effektiven Steuern.

Vergessen wir mal, dass jeder an seiner Steuererklärung mit all seinen Abzügen Monate gearbeitet hat, in denen man etwas Sinnvolles hätte tun können. Denn sein Einkommen mal .25 zu nehmen, das kann wirklich jeder auf einem Bierdeckel und ohne Steuerberater. Da wird nationale Produktivität im grossen Stil verschwendet.

Vergessen wir mal, dass die Beamten eine solche Rechnung ebenfalls mit wenigen Leuten schnell prüfen können. Die kann man also zum guten Teil entlassen, womit Staatskosten im grossen Stil gesenkt werden können und damit wieder die Steuern weiter verringert werden könnten.



So ein Steuersystem würde darüber hinaus, und das ist mein eigentlicher Punkt, zu einer wesentlichen Erhöhung des erklärten Einkommens und damit des Steueraufkommens führen:

• Derzeit gibt es eine Menge Kosten produzierender, also kostenspieliger Steuervermeidungstaktiken, die unproduktiv sind, aber dazu führen, dass das erklärte Einkommen verringert wird. Diese Taktiken würden bei geringen Steuersätzen mit wenigen Abzugsausnahmen mehr kosten als sie einsparen.

• Derzeit gibt es eine Menge Leute, die Steuern hinterziehen, weil sich das Risiko bei einem hohen Steuersatz und geringerer Kontrollierbarkeit wegen Komplexität für sie eher rechtfertigen lässt. Das lohnt sich bei niedrigem Steuersatz und einfacher Steuererklärung nicht mehr.

• Derzeit gibt es besonders in der Schattenwirtschaft Formen der Einkommensgewinnung, wo sich Einkommenshöhe mit Risiko nicht verträgt, da solche Tätigkeiten zu hohen Steuern ausgesetzt sind. Bei niedrigeren Steuersätzen wäre ein Anreiz gegeben und Resourcen würden effizienter genutzt.

Dienstleistungen könnten auf breiter Basis auf dem legalen Markt angeboten werden, die jetzt selbst hingepfuscht oder schwarz erledigt werden.

Vereinfachung des Steuersystems würde uns deshalb auch nach aussen konkurrenzfähiger machen.

Vielen Dank für Ihr Interesse.
28.2.05 17:13


16 Jahre nach der Wende - 16 Jahre nach dem Krieg

Wie war das noch nach dem Krieg. Alles war kaputt, alles musste aufgebaut werden, es gab ein Wirtschaftswunder, das Dekaden dauerte.

Wie war das noch nach der Wende im Osten. Alles war kaputt, alles musste aufgebaut werden, es gab einen kurzen Boom, dann eine Rezession, die bereits Dekaden dauert.

Wieso eigentlich?

Waren die West-Bürger damals tüchtiger als die Ost/Westbürger heute? Niemals! Die DDR war noch das produktivste Land unter der kommunistischen Geissel.

Waren die Politiker und Beamten damals zurückhaltender als heute? Und wie! Wer von den Nazis noch in Verwaltungsführungen verblieben war, der hielt den Ball besser so flach, dass er nicht gefunden wurde. Ganz anders heute in den Ostverwaltungen.

16 Jahre nach der Wende hat die Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsschwäche ihre Ursache nicht mehr in denen, die früher führten, sondern in denen, die heute führen.

16 Jahre nach dem Krieg (1961) sahen Arbeitsmarkt und Wachstum in Westdeutschland völlig anders aus. Und das ganz ohne masslose Defizit Staatsausgaben für einen Aufbau Ost. Der Aufbau West war überwiegend privat getrieben und wenig behindert vom Staat.

Könnte man noch deutlicher machen, dass dies offensichtlich besser funktioniert?

Deutsche Tüchtigkeit ist kein Sprichwort. Früher hiess es sogar im Ausland: Wenn man einen Deutschen mit einer Konservendose in den Urwald jagt, kommt er auf der anderen Seite mit einer Lokomotive wieder herausgefahren.

Die Ostbürger leisten Unglaubliches unter der verbliebenen bürokratischen Geissel der alten Seilschaften dort.

Aber was für eine Verschwendung ist das? Warum soll man mit angezogener Bremse fahren?

Die anstehenden Verwaltungsreformen zum Abbau der viel grösseren Verwaltungsdichte im Osten sollten dazu verwendet werden, eine Art Entnazifizierung der Behörden von kommunistischen leitenden Beamten durchzuführen.

So sollte man alle Führungskräfte loswerden, die im Kommunismus bereits Leitungsaufgaben in Behörden wahrgenommen haben oder Funktionsträger der sozialistischen Einheitspartei waren.

Vielen Dank für Ihr Interesse.
1.9.06 08:59


Vorurteile zum Kapitalismus

Zunächst einmal: Jedes System ist kapitalistisch. Der Unterschied ist nur, dass in sogenannten kapitalistischen Ländern jeder Kapital haben darf, auch individuelle Bürger.

So ein Leistung belohnendes System weist beträchtliche Ungleichheit in Einkommen und Vermögen auf.

Diese Tatsache wird häufig misinterpretiert mit der Behauptung, Kapitalismus und freie Marktwirtschaft erzeugen grössere Ungleichheit als andere Systeme und deren Weiterentwicklung bedeute weitere Ungleichheit.

Der erste statistische Fehler liegt bereits darin, dass übersehen wird, wie in freieren Ländern die reichen Leute gar nicht mehr die gleichen sind, wie vor einiger Zeit vorher.

Wenn die Leistungsträger weg sind, verteilt sich in einem freien Marktsystem das Geld viel schneller wieder als in einem weniger kapitalistischen System.

Unzählige alte deutsche Adlige mit grossen Namen, wie Finck, Thurn und Taxis, Fürstenberg, etc. etc. ruhen sich heute noch auf Vermögen von vor Hunderten von Jahren aus.

Ohne irgend etwas Nützliches zu tun, jedenfalls wenn man den Gold-Gazetten glauben darf. Und diese Leute waren zu deren Zeiten noch nicht einmal so gewaltig, dass man sie aus den Geschichtsbüchern kennt.

Die märchenhaften Vermögen der Vanderbilts und Stanfords, deren Eisenbahnen und Universitäten es heute noch gibt, sind lange verschwunden, der Kennedys und Rockefellers so weit verteilt, dass nur einige ihrer Nachkommen noch gerade mal als wohlhabend durchgehen.

Sie sind weit weniger wohlhabend jedenfalls, als etwa die Nachkommen deutscher Leistungträger aus dieser Zeit, wie Bismarck oder Thyssen.

Die Reichen hier bleiben eher immer noch die Gleichen und deren Nachkommen, als in Ländern mit mehr Kapitalismus. Aufstiege durch besondere Leistung sind hier seltener und schwieriger.

Leistungsträger können zum Nachteil aller nicht soviel Wert schaffen wie in Ländern mit freierer Wirtschaft.




Es lohnt sich auch, die Quelle von Einkommen mal zu durchleuchten. Je kapitalistischer das Land, umso geringer der Anteil von Einkommen auf Kapital und umso grösser der Anteil, der aus Dienstleistungen kommt.

Dienstleistungen leiden zudem unter exorbitanten Verbrauchssteuern weniger freien Wirtschaftsformen, denn man wird tendenziell Arbeiten selbst machen, weil sie zu teuer werden, wenn sie an einen Dienstleister gegeben werden.

Ein breiteres Dienstleistungsspektrum bietet höhere Lebensqualität.

In Entwicklungsländern ist etwa das halbe Einkommen Kapitaleinkommen, in den USA nur etwa 20%. Der deutsche Baron von Finck lebt heute noch fast nur von Wäldern aus Leibeigenenzeiten, also Kapitaleinkommen alten, unverteilten Kapitals.

Nicht das Anhäufen von Kapital macht die Lebensqualität in kapitalistischen Ländern aus, sondern die Vielzahl von Möglichkeiten, die sie den Leuten bieten, ihre Fähigkeiten auszubauen und zu entwickeln, da sie sich als Dienstleister verkaufen können.

Es bedeutet auch: In weniger kapitalistischen Ländern, wie Deutschland, bleibt tendenziell eher reich, wer einmal, z.B. aus feudalistischen Zeiten noch reich ist, und bleibt tendenziell arm, wer arm geboren ist.

In eher kapitalistischen Ländern hat jeder die Möglichkeit, gemäss seiner Leistung aufzusteigen und alter Reichtum verteilt sich schneller nach dem Ausstieg oder Ableben der Leistungsträger.




Eine andere Fehlwahrnehmung ist die, dass wenn der eine die Pizza isst, für den anderen nur der Karton bleibt. In einem produktiven Markt wächst die Pizza und es gibt mehr zum Verteilen.

Keine Ahnung, wo die Idee herkommt, dass Kapitalismus materialistisch ist oder materialistisch macht. Kultur bringt er jedenfalls nicht hervor, sagt man.

In Tansania kommt überhaupt keiner auf die Idee, ein Kammerorchester auf die Beine zu stellen und es hat auch keiner die Möglichkeit.

Die Baudenkmäler, die uns der Kommunismus hinterlassen hat, waren meist restlos verhunzt, sind zum grossen Teil überhaupt nicht zu retten und wurden wenn, dann durch neu eintretenden Kapitalismus gerettet.

Umweltschädliche Altlasten gibt es aus der armen kommunistischen Zeit viel mehr als aus der wohlhabenden kapitalistischen Zeit.

Die sozialen Ungleichheiten in Indien beginnen sich erst jetzt anzugleichen, wo sich dort der kapitalistische Wohlstand ausbreitet.

Reiche Bürger sind besser fuer Umwelt und Kultur. Reiche Bürger werden von freien Wirtschaftsystemen hervorgebracht.



Neue Technologie ist für die Reichen überall schnell zu haben. Autos, Telefone, Computer wurden in Deutschland erfunden.

Aber dass jedem Otto Normalverbraucher solche Technologien zugänglich werden, das ist eher in den kapitalistischen Ländern möglich, wo neue Technologien unbeschränkt von Regulation kommerzialisiert werden können, wie etwa in den USA.

Dort bekam jeder etliche Jahre oder gar Jahrzehnte früher seine Tin Lizzy, sein Telefon, seinen Fernseher und seinen PC als in Deutschland.

In Deutschland wird stets als angebliches Gegenbeispiel die anfängliche Entwicklung der Mobiltelefonie angeführt.

Mobiltelefone haben sich wegen des Staatsmonopols bei den Festnetzen und dem damit verbundenen entsetzlichen Service- und Kosten-Niveau so gut entwickelt in Deutschland. In den USA war das Festnetz privat, viel billiger und mit viel besserem Service verbunden.

Von jeder Strassenecke und Tankstelle konnte man über Telefonzelle per Kartencode billig auf seine private Telefonrechnung telefonieren. Damit konnten die ersten Mobiltelefonsysteme nicht konkurrieren.



Lebens- und Servicequalität ist im allgemeinen umso höher, je höher der Kapitalismusgrad und je freier die Märkte sind.

In Ostdeutschland stand man vor den Läden in der Schlange, weil die Läden nichts hatten.

In Westdeutschland stand man in den Läden in der Schlange, weil die Läden praktisch immer geschlossen hatten, wenn man nicht arbeiten musste.

In den USA konnte man stets rund um die Uhr einkaufen und dementsprechend sich auch selbst aussuchen, wann man gern arbeiten will. Die Möglichkeiten in einem freien Markt sind einfach vielfältiger.



Die Ungleichheit in der kurzfristigen Einkommenshöhe ist zudem stark abhängig von der Bevölkerungshomogenität und der generellen Wetterlage.

Gute Beispiele sind Canada und Skandinavien. Wenn man den grössten Teil des Jahres in dunklem und miesen Wetter hängt, was soll man dann gross tun, ausser arbeiten. Solche Völker tolerieren oft mehr staatlichen Einfluss und höhere Steuern.

Volkswirtschaften mit freiem Unternehmertum im Wettbewerb bieten tendenziell mehr Gleichheit, selbst nach Einkommenshöhen gemessen.

Was noch wichtiger ist: Weniger kapitalistische Gesellschaftsformen haben mehr bleibende Ungleichheit und weniger Aufstiegsmöglichkeiten.

Vielen Dank für Ihr Interesse.
28.2.05 17:13


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