Internationally inspired ideas on Economic Policy
International inspirierte Ideen zu Wirtschaft und Politik
Geringfügig voreingenommen zugunsten individueller Freiheit.

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Mehrwertsteuer-Erhöhung


Mehr Steuern für mehr Staatsausgaben? Nein?
Mehr Steuern für gleiche Sozialausgaben?

Einmal mehr ist die Entscheidung gemacht worden, die Steuern noch weiter zu erhöhen, nur um die Budgets der Politiker nicht verringern zu müssen.


Das Wachstum des Haushaltes seit den 60ern steht in überhaupt keinem vernünftigen Verhältnis zur Entwicklung der Bevölkerung im Land.

Sind noch höhere Steuern zu rechtfertigen mit der Ausrede, dass man dann Sozialleistung nicht so sehr kürzen werde?

In Deutschland gab es seit den Zeiten der Leibeigenheit, des Bauernlegens und des Kommunismus, als man seine Freiheit und Freizügigkeit leicht verlieren konnte, keine Zeit mehr, wo man als wirtschaftlich Schwächerer so sehr in persönliche Abhängigkeit geraten konnte, wie heute. Heute liegt dies unter anderem an den hohen, unsozialen Sprit- und Mehrwertsteuern.

Selbst jemand, der keinen Pfennig Einkommen hat, oder der ein Unternehmen gründen will und zunächst nichts verdient, ja sogar der Bettler muss auf alles was er braucht noch 16% (bald 19%) an den Staat schicken, 68% auf den Strom, ohne den er nicht leben und kochen kann, und 300% auf den Sprit, mit dem er sich fortbewegen und Arbeit suchen will.

Dies bindet ihn an seine Scholle wie einen Leibeigenen, nimmt ihm sein Vermögen, seine Neustart- und Investitionsmöglichkeiten, verhindert, dass er nach einem Pechfall wieder frei werden kann und macht ihn abhängig vom Lehnsherrn, dem mehr oder weniger demokratischen Staat, der ihn mit Sozialleistungen unterstützen muss, die bald kaum mehr als diese Steuern decken.

Im ländlichen Mecklenburg beispielsweise kann man dies sehr anschaulich sehen. Sehr viele Leute hängen den ganzen Tag herum und sind für keine 30km mobil.

Übrigens, selbst im angeblich so unsozialen Amerika gibt es nirgendwo eine Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel und keine Bundesmehrwertsteuer. Und: Eine hohe Mehrwertsteuer ist natürlich freihandelsbeschränkend und damit direkt nachteilig für den Pro-Kopf Wohlstand. Viele Geschäfte (sprich Freihandelstransaktionen) lohnen sich einfach nicht, die sich sonst lohnen würden. Damit kostet die Steuer weitere Jobs.

So steht der Arzt am Wochenende selbst auf der Leiter, um sein Haus zu streichen, statt einem Maler den Auftrag zu geben. Und eine Gesellschaft deren Ärzte Häuser anstreichen, ist nur unwesentlich besser dran, als eine, deren Häusermaler Lebern verpflanzen.

Solche unsozialen Steuern führen zu hohen Lebenshaltungskosten, die der Einzelne zumindest bei der Grundversorgung nicht der Einkommenssituation anpassen kann und die deshalb seine bleibende Abhängigkeit erzeugen. Dies ist stets von Übel, denn nur der Freigeist bringt Initiative und gute neue Ideen. Und gute Ideen beginnen stets mit wenig Einkommen.

Die wichtigsten Revolutionen kamen übrigens durch drastisch erhöhte Steuern und erhöhte Transparenz für die Besteuerten.

Die Reformation kam nach einer 10-12% Steuererhöhung der Kirche und die päpstliche Idee des Ablasshandels. Transparenz kam mit der Erfindung des Buchdrucks, wodurch die Weisheit nicht mehr allein vom lokalen Pfarrer kam. Es war eine Entwicklung wie heute die des Internets. Luther lieferte nur den ideologischen Unterbau.

Die amerikanische Revolution stand unter dem Leitsatz "No taxation without representation". Keine Besteuerung (durch den englischen König) ohne Möglichkeit über die Steuern mitzubestimmen. Transparenz kam durch die neu wiederentdeckte Regierungsform Demokratie unter Mitwirkungsmöglichkeit aller. Ideologischen Unterbau bot die Idee individueller Freiheit und nur durch die Rechte anderer Individuen beschränkte Möglichkeiten. Ist das nicht immer noch eine tragfähige Idee?

Heute sind Organisationen, wie die statistischen Ämter von der jeweiligen Regierung abhängig, stehen nicht in Diensten der Bürger und gehen so skrupellos mit ihren Zahlen um, wie es sich keine Aktiengesellschaft erlauben könnte, die Wirtschaftsprüfer reinlassen muss.

Der Bund der Steuerzahler, Bundesrechnungshof und wie sie alle heissen, bieten nicht wirklich Transparenz, nicht mal auf ihren Internet Portalen, sie wirken (als Guck-mal-wir-haben-doch-Kontrolle) still im Verborgenen, machen einmal im Jahr eine Pressemeldung und sind unterwandert und kontrolliert von den politischen Verschwendern.

Das in Deutschland schwer regulierte Internet schafft noch keine ausreichende Transparenz um die Leute auf die Barrikaden zu bringen.

*Noch* keine Transparenz? Hoffentlich. Transparenz ist immer gut und nur nachteilig für Privilegierte.

Vielen Dank für Ihr Interesse.



1.1.06 13:20
 



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