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Sehen unsere Kinder eine Welt ohne Öl?

Ist der Weg dahin von Kriegen und Armut gepflastert? Jedenfalls ist es allerhöchste Zeit sich mit dem Gedanken auseinander zusetzen.

Die Weltwirtschaft und unser Lebensstandard ist abhängig von Öl, grossen Mengen Öl, und keine generell akzeptierte Energiequelle kann so schnell, wie es nötig wäre, die derzeit verbrauchten Mengen ersetzen.

Das Öl wird tatsächlich alle, die Fördermengen sinken bereits, weil nicht mehr gefunden und gepumpt werden kann. Wir sehen mittelfristig enormen Steigerungen in den Lebenshaltungskosten entgegen, selbst wenn die Spritsteuern abgebaut werden sollten, um allgemeiner Armut vorzubeugen.

Sie meinen, jetzt spinnt der komplett? Moment, bleiben Sie noch ein bisschen dran.

Haben Sie schon mal was von Hubbert's Peak gehört? Das hat nichts mit Feng Shui zu tun, das ist die Kurve eines Professors. Ganz seriös. Schon in den 50ern fiel dem Geologen King (so hiess der wirklich) Hubbert auf, dass die Produktion jedes Ölfeldes einer glockenförmigen Gauss-schen Kurve folgt. Zu Beginn fliesst immer mehr, bis etwa die Hälfte weg ist und dann kommt wieder weniger.

Er meinte, das müsste für mehrere Ölfelder, wie etwa alle in den USA, ja dann eigentlich genauso funktionieren und sagte 1956 voraus, dass die Produktion in den USA in den frühen 70ern ihr Maximum erreichen und dann abfallen würde. Er lieferte wissenschaftliche Berechnungen und Beweise mit und - behielt recht.

Nun braucht es keine Raketenwissenschaftler, um zu wissen, dass es mit der Weltproduktion dann ebenso laufen muss, vorausgesetzt wir wissen, wo die ganz dicken Vorkommen alle sind. Die notwendigen geologischen Bedingungen für Ölvorkommen sind bekannt. Tatsächlich ist die Spitzenproduktion wohl spätestens im letzten Jahr erreicht worden. Von nun an werden wir weniger pumpen. Daher kommen die wilden Preisschwankungen.

Wenn wir davon ausgehen, dass wir 1920 angefangen haben, die Weltfelder richtig zu pumpen und jetzt 2005 im Zenit stehen, dann wären wir etwa 2090 trocken. Unsere Kinder werden das erleben. Hoffentlich. Aber solange brauchen wir nicht zu warten. Die Produktion wird erst langsam, dann schneller abnehmen.

Das ist mal nur die Angebotsseite. Um die Katastrophe voll zu machen, werfen wir mal einen Blick auf den Bedarf. 1988 wurden etwa 15 Mio. Fass ungebrauchter Überschuss gepumpt und etwa 55 Mio. Fass weltweit verbraucht. Macht insgesamt 70 Mio.

Heute verbraucht die Welt etwa 80 Mio. Fass und Überschuss gibt es überhaupt nicht mehr. Was wird das wohl für die Preise tun, wenn nicht bald in China eine Rezession kommt und die Amerikaner sparen? Selbst das wäre noch nicht ausreichend.

Kommt da eine Katastrope? 80% der Kosten eines amerikanischen Mais Farmers sind direkt und indirekt, Betriebstoffkosten. Da gehts nicht um den Sonntagsausflug, da geht's ans Eingemachte, an unsere Ernährung und nicht nur an unsere.

Heute sind nur 2% der Amerikaner Landwirte. Jeder Landwirt ernährt 125 Leute. Die amerikanischen Landwirte sind die effizientesten der Welt und exportieren am meisten Lebensmittel. Sie ernähren viele weniger demokratische Entwicklungsländer. Was passiert dort, wenn die Landwirte das nicht mehr können oder die Empfänger es nicht bezahlen können?

Wenn das alles stimmt, müssten das nicht die Ölfirmen wissen? Die wissen das:
  • Enorme Preisteigerungen sorgen nicht für enorme Ausgaben, um mehr Öl zu finden. Man weiss einigermassen, wo es liegen kann.
  • U.S. Raffinerien laufen unter Volllast, aber niemand baut mehr. Man weiss, da kommt nicht mehr.
  • Öl Tanker sind ausgebucht, aber man fährt mehr auf die Verschrottungsreede, als man baut. Mehr werden nicht gebraucht.
  • Die Ölfirmen stehen obenan in den Listen der reichsten Firmen, horten Bares, kaufen ihre eigenen Aktien und zahlen Dividenden. In Öl können sie mit ihrem Geld nichts tun. In alternativen Energien können sie nicht mehr Eigenkapitalrendite erwirtschaften als in Öl.
  • Die OPEC fiel auseinander, weil die Mitglieder keine Überschuss Produktion mehr bieten konnten, die sie hätten regulieren können. Saudi Arabien war der letzte.


Saudi Arabien meldete Anfang März 2003, dass deren Produktion bei 9.2 bis 9.5 Mio. Fass pro Tag ihre Spitze erreicht hatte. Demnach verbrauchen wir seitdem weltweit, was wir pumpen können.

Natürlich beende ich als Optimist das Thema nicht auf dieser nüchternen Note. Lesen Sie in den folgenden Wochen mehr.

Vielen Dank für Ihr Interesse.
12.1.07 12:35
 



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