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Unser Leben nach Öl

Eine einfache Auffassung ist: Wir finden schon was anderes. Dampf aus Kohle hat das Pferd ersetzt. Öl hat den Dampf ersetzt. Irgend etwas wird das Öl ersetzen.

Ja, aber was ist besser, kräftiger, billiger, schnell genug in ausreichender Menge vorhanden, und verhindert einen Rückfall in eine Art Mittelalter, nachdem wir uns, wenn es uns eng wird, mit den Islamisten um deren letzte Tropfen geschlagen haben.

Es brauchen gar nicht die letzten Tropfen zu sein. Es wird masslos teuer werden, lange bevor es alle wird.

Technologische Innovationen und freie Konkurrenz im Markt, wer sie denn hat, werden vielleicht die Spitze der Produktionskurve ein wenig verschieben. Denn wenn die Preise steigen, werden sich in einer gering regulierten Wirtschaft etliche technologische Investitionen lohnen.

Das gilt auch für Verbrauchsländer. Viele produzierende Länder können noch effizienter werden. Die grössten Ölproduzenten sind Saudi Arabien, Russland und die USA, aber beim ersten kommen 7.7 Mio. Fass täglich aus 1560 Quellen, beim zweiten 7.4 Mio. Fass aus 41000 Quellen, und beim dritten 5.8 Mio. Fass aus 520000 Quellen.

Einige Horizontalbohrtechniken, die gerade von Saudia Arabien in der Welt grösstes Ölfeld eingebracht wurden, das die Hälfte der saudischen Produktion einbringt, sorgen dafür, dass was drin ist, schneller herauskommt. Wenn's alle ist, lernen wir das plötzlich in einer abendlichen Tagesschau, nicht Gauss-förmig.



Innerhalb von 5-10 Jahren dürften wir ganz ernsthafte Probleme bekommen. In dieser Zeit gibt's gerade mal Lösungen, wie mehr effizienteres Diesel, Kohle, Nuklear.

Einige Professoren sagten in den 50ern voraus, dass nukleare Energie, nachdem die Kapitalkosten der Reaktoren amortisiert seien, nahezu kostenlos werden würde, ähnlich wie wir es mit Telekommunikationskosten in den Ländern erleben, wo der Staat sich heraushält. Internationale Emails und lokale Telefonate sind dort gratis und alles andere steckt in der moderaten monatlichen Flat Rate.

Nuklear wird bei uns gerade abgebaut. Man wird es wohl teuer wieder aufbauen müssen. Und die Grünsten der Grünen werden es aufbauen wollen. So grün sind sie denn doch wieder nicht, wenn es sie selbst und ihre Lebenserwartung betrifft.

Und so wild ist es auch nicht. Der in 100 Jahren anfallende Nuklearabfall der grössten Verschwendernation Amerika würde in ein altes New Yorker Hochhaus der 30er Jahre passen. Man könnte meinen, einige Gegenden der Stadt würden durch den Müll zudem sogar sicherer als sie jetzt sind und strahlender beleuchtet.

Aber mal ernsthaft: Jedes Programm kann tot gelegt werden, indem man die Standards unmöglich hoch ansetzt. Das erleben wir in der Nuklearwirtschaft. Müll muss geschlossen gelagert werden für 10 mal die Halbwertzeit. Plutonium 239 hat eine Halbwertzeit von 24100 Jahren. 10x Halbwertzeit sind also 241000 Jahre. In den letzten 241000 Jahren haben wir 3 Eiszeiten gehabt.

Rücken wir das Ganze mal in Perspektive: Wann wird der Müll weniger radioaktiv als das Uran Erz, das man aus dem Berg geholt hat, um den Reaktor zu füttern? In etwa 15000 Jahren.

Wieviel davon kriegen wir? Ihr lebenslanger Stromverbrauch erzeugt etwa einen Türknauf voll. Die letzten drei Generationen der letzten kinderreichen Familien können das locker in ihren heimischen Garagenboden einlassen.

Die Standards sind deshalb so hoch gesetzt worden, weil man es unmöglich machen will aus Gründen, die mit Emotionen und Politik zu tun haben.

Kommen wir zur Kohle:

2/3 aller Kohle in den USA produziert Strom. Aus geringwertiger Kohle machte man aber in Deutschland bereits im Krieg 100 octan Flugzeugsprit.

China hat viel Kohle und offenbar genug Volksgenossen, um sie in den Gruben zu verheizen. Die Chinesen machen dank Texaco auch Sprit aus Kohle. Es geht also.

Das entstehende CO2 geht derzeit in den Himmel, könnte aber für verbesserte Nutzung von bestehenden Ölfeldern verkauft werden. Diese Art Umweltschaden wird wohl kurzfristig nicht zu vermeiden sein als Strafe, dass wir so spät anfangen zu denken.

Nuklear ist sauberer, wir haben genug Uran, und genug Forschung. Es ist nur etwas unpopulär. Wenn's schief geht, kann man es nicht vorher sehen.

Das ist so ähnlich wie mit Flugzeug Unfällen. Kommerzielle Flugzeugreisen sind viel, viel sicherer als Autoreisen, aber wenn's schief geht, sind's nicht ein oder zwei Opfer, von denen oft etwas Brauchbares übrig bleibt, sondern einhundert oder zweihundert und die sind mit einiger Sicherheit komplett hin. Sie geben in der Glotze kein gutes Bild ab, während man die Autounfälle nicht so mitbekommt und die meisten humpelnden Opfer sich mit der Zeit wieder hinrenken.

Mehr und mittelfristige Lösungen im nächsten Beitrag.

Vielen Dank für Ihr Interesse.
23.12.06 20:49
 



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